Zu Familie, Wohnen, Arbeit, Finanzen und Versicherungen erklärt Kanzlei-Pms.de Rechtsfragen aus Alltag und Beruf. Die Beiträge geben einen ersten Überblick und zeigen, welche Einzelheiten im konkreten Fall wichtig sind.
Ob eine Erklärung auf Ihren Fall zutrifft, hängt von den Einzelheiten und der geltenden Rechtslage ab. Prüfen Sie das Veröffentlichungsdatum und die genannten Regeln. Bei wichtigen Fristen oder weitreichenden Folgen holen Sie individuelle Beratung ein.
Rechtsfragen aus Alltag und Beruf
Die Themen reichen von Kinderlärm und Urlaubsplanung bis zu Krediten, Erbrecht und der Vorbereitung eines ersten Gesprächs mit einer Anwältin oder einem Anwalt. Die Beiträge beginnen meist mit einer konkreten Alltagssituation, an der Sie die Frage auch ohne juristische Detailkenntnisse einordnen können.
Ein Beitrag über eine Urlaubssperre kann zum Beispiel erklären, welche gesetzlichen Grundsätze bei der Urlaubsplanung gelten. Wer selbst Urlaub beantragt hat und eine Ablehnung erhält, muss zusätzlich prüfen, welche Gründe der Arbeitgeber nennt und welche Umstände bei den Beschäftigten eine Rolle spielen. Der Blog liefert dafür einen Einstieg, aber keine Entscheidung über den Einzelfall.
Prüfen Sie Datum und Anwendungsbereich
Achten Sie beim Lesen von Rechtsbeiträgen auf das Veröffentlichungsdatum. Die Startseite enthält ältere Beiträge aus den Jahren 2015 bis 2019. Daneben ist ein Beitrag zur Vorbereitung eines ersten Anwaltsgesprächs auf den 29. Oktober 2026 datiert. Das bedeutet nicht, dass alle älteren Inhalte aktualisiert wurden.
Prüfen Sie außerdem, für welche Situation eine genannte Regel gilt. Ein Beitrag über Kinderlärm kann zum Beispiel eine Vorschrift aus dem Bundes-Immissionsschutzgesetz nennen. Die dort ausdrücklich genannte Regel betrifft Geräusche von Kindertageseinrichtungen, Kinderspielplätzen und ähnlichen Einrichtungen. Sie ist keine pauschale Antwort auf jede Lärmbelästigung in einer Wohnung.
Auch bei Urlaubsansprüchen kommt es auf den genauen Wortlaut an. Nach § 7 des Bundesurlaubsgesetzes muss der Arbeitgeber Urlaubswünsche berücksichtigen. Dringende betriebliche Gründe oder Urlaubswünsche anderer Beschäftigter, die aus sozialen Gründen Vorrang verdienen, können entgegenstehen. Dass Beschäftigte schulpflichtige Kinder haben, gibt ihnen nicht automatisch Vorrang. Wenn ein Urlaubsantrag abgelehnt wird, sollten Sie deshalb die Begründung und die Umstände der übrigen Beschäftigten prüfen.
Bereiten Sie ein Anwaltsgespräch vor
Schildern Sie zuerst verständlich, was passiert ist. Legen Sie Briefe, Verträge, E-Mails und andere wichtige Unterlagen bereit und sortieren Sie sie nach Datum. Notieren Sie kurz, was wann passiert ist und welche Frage Sie klären möchten.
Nennen Sie Fristen gleich zu Beginn. Halten Sie dafür sowohl das Datum eines Schreibens als auch den Tag fest, an dem es bei Ihnen angekommen ist. Welche Frist gilt und wann sie endet, hängt vom jeweiligen Fall ab. Warten Sie bei einem Schreiben mit Frist nicht erst ab, bis alle Unterlagen vollständig sortiert sind.
Eine kurze Liste Ihrer offenen Fragen hilft ebenfalls: Was möchten Sie erreichen? Welche Entscheidung steht an? Welche Schritte haben Sie bereits unternommen? So kann die Anwältin oder der Anwalt gezielter nachfragen und fehlende Informationen benennen.
Klären Sie die Kosten vorab
Für ein erstes Beratungsgespräch mit einer Verbraucherin oder einem Verbraucher sieht § 34 des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes ohne Vergütungsvereinbarung eine Obergrenze von 190 Euro vor. Die Obergrenze legt keinen festen Preis fest und bedeutet nicht, dass das Gespräch kostenlos ist. Fragen Sie vor dem Termin, welche Vergütung vereinbart wird und welche weiteren Kosten anfallen.
Beratungshilfe bietet Unterstützung bei einer außergerichtlichen Rechtsberatung. Dafür müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen und Nachweise vorlegen. Prüfen Sie diese Voraussetzungen getrennt von den Kostenregeln für ein gewöhnliches Erstgespräch.



